Verdacht auf Hautkrebs

Weißer Hautkrebs: So können Sie ihn erkennen

Beim Thema Hautkrebs denken viele Menschen zuallererst an den schwarzen Hautkrebs, das Melanom. Doch weit gefehlt: Wesentlich häufiger treten verschiedene Formen des sogenannten weißen oder hellen Hautkrebses auf. Wie erkennen Sie diese Krebsart am Körper?

Von Michael van den Heuvel 05.03.2026 · 10:16 Uhr
Ein Gesicht eines älteren Mannes, das auf der Wange Hautveränderungen zeigt. | © AdobeStock-322903545
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Ärzt:innen sprechen bei weißem Hautkrebs oder hellem Hautkrebs auch vom Basalzellkrebs (Basalzellkarzinom) oder vom Stachelzellkrebs (Spinaliom beziehungsweise Plattenepithelkarzinom). Streng genommen umfasst der Begriff „weißer Hautkrebs“ neben diesen beiden Tumorarten auch bestimmte Vorstufen der Erkrankung [1] [2].

Solche Begriffe zeigen, dass diese Tumoren meist nicht die typische dunkle Farbe des malignen Melanoms („schwarzer Hautkrebs“) haben. Doch was ist weißer Hautkrebs genau? Und wie erkennt man ihn [1] [2]?

Wie sich ein Basalzellkarzinom erkennen lässt

Ein Basaliom fällt in frühen Stadien oft erst bei sehr genauer Betrachtung der Haut auf. Es erinnert an eine kleine, nicht heilende Wunde, die auch bluten kann. Typisch ist eine perlmuttartig glänzende, leicht durchscheinende Oberfläche. Oft sind an der Stelle auch Hautschuppen zu finden. Am Rand befinden sich mitunter kleine Knötchen oder feine, erweiterte Blutgefäße [5].

Was für einen gewissen Verdacht spricht, ist die Lage solcher Stellen. Weißer Hautkrebs entsteht bevorzugt an sogenannten Sonnenterrassen des Körpers, also an Bereichen, die besonders viel UV-Strahlung abbekommen. Dazu zählen das Gesicht, der Nacken und die Glatze. Auch die Ohren, die Lippen oder die Unterarme können betroffen sein. Seltener ist der Krebs am Rumpf, an den Handflächen oder an den Beine zu finden [5]

Wie ein Plattenepithelkarzinom aussieht

Plattenepithelkarzinome lassen sich oft nur schwer von Basalzellkarzinomen unterscheiden. Das Plattenepithelkarzinom erscheint oft als raue, schuppige oder verhornte Hautstelle, die gerötet sein kann. Manche Stellen können auch etwas dunkler verfärbt oder verkrustet sein [5].

Oft ist diese Form des weißen Hautkrebses an stark sonnenexponierten Bereichen wie Ohren, Gesicht, Unterlippe oder Handrücken zu finden [5].

Individuelle Risiken für weißen Hautkrebs

Plattenepithelkarzinome und Basalzellkarzinome entstehen häufig, wenn die Haut lange Zeit ungeschützt der UV-Strahlung der Sonne oder künstlichen UV-Quellen (z. B. Solarien) ausgesetzt war [3].

Das ist eher bei älteren Menschen der Fall. Weißer Hautkrebs tritt meist ab dem sechsten Lebensjahrzehnt auf. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt beim Basalzellkarzinom etwa zwischen 60 und 70 Jahren und beim Plattenepithelkarzinom um etwa 70 Jahre [4].

In Deutschland erkranken jedes Jahr mehrere hunderttausend Menschen neu an weißem Hautkrebs, womit er die häufigste Krebsart überhaupt darstellt [4].

Zusammenfassung Weißer Hautkrebs lässt sich nur recht schwer erkennen. Oft erscheinen Plattenepithelkarzinome oder Basalzellkarzinome wie schlecht heilende, blutende oder schuppende Wunden. Sie treten meist an Körperstellen auf, die stark der Sonne ausgesetzt sind. Bei allen Auffälligkeiten sollten Sie umgehend Ihre Hautärztin bzw. Ihren Hautarzt um Rat fragen. 

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