Warum verändert sich die Haut während einer Krebstherapie?
Chemo- und Immuntherapien, Bestrahlungen sowie operative Eingriffe greifen nicht nur Krebszellen, sondern auch gesunde Zellen an. Das führt unter anderem zu
- einer Störung des Hautmikrobioms, also der natürlichen Schutzfunktion der Haut,
- einer verminderten Talgproduktion – im Winter oft besonders ausgeprägt,
- hormonellen Veränderungen, die sich ebenfalls auf den Hautzustand auswirken können.
Die Folgen sind sehr trockene und dünner werdende Haut, Rötungen, Schuppungen, Juckreiz oder auch Akne. Diese sichtbaren Veränderungen stellen für viele Patientinnen und Patienten eine zusätzliche Belastung dar und beeinträchtigen das körperliche Wohlbefinden.
Was können Sie selbst tun?
Die gute Nachricht: Nach Abschluss der Therapie erholt sich die Haut in der Regel wieder. Während der Behandlung können Sie jedoch viel tun, um Ihre Haut zu entlasten:
- Verwenden Sie möglichst Produkte ohne belastende Inhaltsstoffe wie Paraffine, Silikone, PEGs, Parabene, synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe, Mikroplastik oder Alkohol
- Bevorzugen Sie milde Pflege mit einem ausgewogenen Verhältnis von Feuchtigkeit und Fett
- Meiden Sie synthetische Duftstoffe (besser sind natürliche Düfte)
- Duschen Sie kurz, verwenden Sie Seife nur sparsam und trocknen Sie Ihre Haut sanft ab
- Vermeiden Sie trockene Hitze (z.B. Sauna)
- Tragen Sie weiche Kleidung aus Naturfasern
- Nutzen Sie milde Wasch- und Spülmittel
- Bei Haus- und Gartenarbeiten schützen Sie Ihre Hände mit gefütterten Handschuhen
- Achten Sie auf konsequenten Sonnenschutz, ausreichend Bewegung an der frischen Luft, sowie eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung
- Entspannende Auszeiten, etwa bei einer Naturkosmetikerin, können zusätzlich guttun.
Bei Hautausschlägen oder starken Beschwerden sprechen Sie bitte immer mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt, da diese Ihre Therapie und mögliche Nebenwirkungen genau kennen.
Bitte beachten Sie: wir geben sehr gerne Pflegeempfehlungen. Ihr behandelnder Arzt bzw. Ihre behandelnde Ärztin kennt Ihre Vorgeschichte und die genaue Behandlung und kann Ihnen Begleittherapien empfehlen.