Alltag mit Krebs
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Tipps bei Appetitlosigkeit

Während einer Krebstherapie vergeht Betroffenen oft buchstäblich der Appetit. Verständlich! Doch um bei Kräften zu bleiben, ist Essen in dieser Zeit besonders wichtig. Diese Tipps können helfen.

07.07.2026 · 15:08 Uhr
Ein Mann hat keinen Appetit. | © Danone-Nutricia
Copyright: Danone-Nutricia

Eine knusprige Lasagne, ein herzhafter Kartoffelauflauf oder ein Stück Apfelkuchen mit Sahne. Eigentlich ist Essen Genusssache, jedoch empfinden Betroffene während einer Krebstherapie die Nahrungsaufnahme häufig als das genaue Gegenteil. Appetitlosigkeit zählt nämlich zu einer der häufigsten Begleiterscheinungen bei einer Krebserkrankung.

Die Gründe für Appetitlosigkeit können ganz unterschiedlich sein: Eventuell leiden Sie aufgrund der Chemotherapie unter Übelkeit und Erbrechen. Oder Sie sind nach nur kleinsten Mengen satt und spüren ein unangenehmes Völlegefühl. Unter Umständen haben Lebensmittel auch plötzlich einen metallischen oder bitteren Geschmack. Dabei handelt es sich um Geschmacksveränderungen, ebenfalls eine sehr oft auftretende Begleiterscheinung während einer Krebstherapie - mehr Details dazu erfahren Sie hier.

Gerade für Krebspatient:innen ist es jedoch besonders wichtig, sich ausreichend zu ernähren, denn die Behandlung ist sehr anstrengend für den Körper. Eine ausgewogene Ernährung hilft dabei, den Körper mit Energie, ausreichend Eiweiß sowie allen sonstigen wichtigen Nährstoffen zu versorgen und die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen. So kann der Körper besser mit den Herausforderungen der Therapie umgehen. In diesem Artikel erhalten Sie Tipps, wie Sie mit Appetitlosigkeit während der Krebsbehandlung umgehen können.

Appetit ist mehr als nur Hunger

Im Gegensatz zu Hunger, der sich verlässlich nach einigen Stunden meldet, um uns zu zeigen, dass wir neue Energie in Form von Nahrung brauchen, ist Appetit ein psychologisches Phänomen. Nicht selten reicht der Anblick oder der Geruch unserer Lieblingsspeise, und wir bekommen Lust auf Essen, obwohl wir unter Umständen sogar schon satt sind. Auch Emotionen, sowohl positive als auch negative, haben einen großen Einfluss auf unseren Appetit. Und der während einer Krebsbehandlung oft fehlende Appetit kann das Essen sehr erschweren.

Das Wichtigste ist: Setzn Sie sich selbst nicht zu sehr unter Druck und lassen Sie im Moment Gedanken über Kalorien oder Nährstoffe außer Acht. Es ist völlig in Ordnung, wenn sich Ihr Appetit plötzlich verändert oder Sie etwas nicht mehr essen mögen, auch während des Kochens.

Auf Spurensuche gehen

Ein hilfreiches Werkzeug kann ein Essenstagebuch sein. Es zeigt Ihnen auf einen Blick, was Ihnen in Phasen starker Appetitlosigkeit gutgetan hat – oder was Ihren Appetit vielleicht gehemmt hat. Vielleicht erkennen Sie Muster oder bestimmte Auslöser?

Manchmal reicht schon der Geruch oder Anblick eines bestimmten Lebensmittels, um den Appetit zu verlieren. Eventuell sogar Lebensmittel, die Sie eigentlich gerne mögen. Lassen Sie davon nicht entmutigen: Wenn die Krebstherapie beendet ist, entwickeln sich normalerweise auch Geschmacks- und Geruchsveränderungen zurück und Sie können Ihre vorherigen Lieblingsgerichte wieder genießen.

In solchen Momenten kann es helfen, während des Kochens und vor dem Essen gut durchzulüften. Schonende Zubereitungsformen wie Dämpfen oder Dünsten produzieren außerdem weniger starke Gerüche als z.B. Anbraten.

Beobachten Sie auch, wie sich Ihr Appetit im Laufe des Tages verändert und welche Rolle die Temperatur der Speisen spielt – haben Sie beispielsweise am Abend mehr Lust auf kalte oder warme Gerichte? Die Umgebung, in der Sie essen, kann ebenfalls einen Einfluss haben. Wählen Sie Orte, an denen Sie sich wohlfühlen. Auch Kleinigkeiten, wie Ihr Lieblingsgeschirr oder ein schön angerichteter Teller können helfen.

Manchen hilft es zur Ablenkung, in Gesellschaft zu essen oder Fernsehen zu schauen. Andere brauchen die volle Konzentration, möchten beim Essen lieber allein sein und Ruhe haben. Hören Sie auf sich selbst und machen Sie es so, wie es Ihnen guttut!

Eine Frau schreibt etwas in ein Notizbuch. | © Danone-Nutricia
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Essen nach DeineRhythmus

Wenn der Appetit ausbleibt, kann es helfen, feste Essenszeiten loszulassen und stattdessen dann zu essen, wenn Ihr Körper es zulässt – ganz gleich ob morgens, abends oder mitten in der Nacht. Sie haben gerade nur Lust auf Spaghetti Bolognese? Dann gönnen Sie sich diese – auch zum Frühstück! In dieser Phase gilt: Verbote sind verboten.

Viele Betroffene kommen besser mit mehreren kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt zurecht als mit drei großen. Gewöhnen Sie sich an, kleine Snacks griffbereit zu haben – unterwegs in der Tasche oder zu Hause an verschiedenen Orten. Ein Wecker alle zwei bis drei Stunden auf Ihrem Smartphone kann Sie sanft daran erinnern, etwas zu sich zu nehmen.

Und noch ein Tipp: Trinken Sie möglichst erst nach dem Essen, damit Sie sich nicht schon vorher satt fühlen.

Manche Lebensmittel wirken appetitanregend

Es gibt tatsächlich auch einige Lebensmittel, die als appetitanregend gelten. Auch hier gilt: Was bei anderen einen Effekt auslöst, muss nicht automatisch bei Ihnen auch klappen. Probieren Sie daher einfach verschiedene Dinge aus und lassen Sie sich nicht entmutigen, falls etwas nicht hilft.

Hier einige Ideen:

  • Kräftige Fleisch- und Gemüsebrühen
  • Bitterstoffhaltige Getränke und Teesorten: z.B. Bitter Lemon, Tonic Water, Löwenzahn-, Ingwer- oder Salbeitee
  • Bestimmte Gewürze und Kräuter wie z.B. Basilikum, Pfefferminze, Koriander, Petersilie oder Pfeffer

So kann medizinische Trinknahrung Ihnen helfen  

Manchmal klappt es mit der Ernährung jedoch trotz aller Versuche und gutem Willen nicht. Machen Sie sich dann bitte keine Vorwürfe, denn Sie befinden sich in einer Ausnahmesituation!

Eine gute Ergänzung zur Ernährung kann medizinische Trinknahrung wie Fortimel® sein. Jede einzelne Flasche ist ein richtiges Kraftpaket und liefert Ihrem Körper wichtige Energie, Eiweiß, Vitamine und viele weitere Nährstoffe in konzentrierter Form.

Die auch teilweise als „Astronautennahrung“ bezeichnete Trinknahrung wurde nämlich ursprünglich tatsächlich für Astronauten entwickelt, um sie während der Zeit im All mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen! Daraus entstanden dann im Laufe der Zeit die heutigen medizinischen Trinknahrungen, wie z.B. Fortimel®.

Fortimel® gibt es inzwischen in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen und Konsistenzen, zum Beispiel zum Trinken, als Creme zum Löffeln und in Pulverform zum Anrühren.

Im Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Ernährungsfachkraft können Sie gemeinsam überlegen, ob eine medizinische Trinknahrung für Sie sinnvoll ist und welches Produkt das richtige wäre.

Bei Appetitlosigkeit sind zum Beispiel die Fortimel® Compact Protein 2.4 kcal Produkte geeignet. Sie enthalten viel Energie, Eiweiß und alle wichtigen Nährstoffe auf kleinem Volumen (125ml) und sind damit ideal, wenn Sie nur kleinere Portionen zu sich nehmen können.

In vielen Fällen ist Fortimel® verordnungsfähig, d.h. mit Rezept erstattungsfähig durch Ihre Krankenkasse. Fragen Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt nach einem Rezept. Generell ist Fortimel® in der Apotheke und im Sanitätshaus erhältlich. Hat Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen Trinknahrung empfohlen, können Sie sich auch hier Ihr Fortimel® Probierpaket bestellen, um verschiedene Sorten zu probieren.

Eine Frau trinkt Fortimel Trinknahrung. | © Danone-Nutricia
Copyright: Danone-Nutricia

Der Trinknahrungscoach von Fortimel®

Habe ich heute schon genug Kalorien zu mir genommen? Was kann ich tun, um meinen Appetit anzuregen? Der Trinknahrungscoach von Fortimel® wurde speziell entwickelt für Krebspatient:innen und ihre individuellen Herausforderungen während der Krebstherapie.

Laden Sie sich den Trinknahrungscoach ganz einfach kostenfrei über die MyTherapy-App auf Ihr Smartphone (erhältlich im App Store oder Google Play Store), und erhalten Sie personalisierte Erinnerungen, Motivationshilfen und nützliche Informationen. Zudem können Sie z.B. Ihren Symptomverlauf mit Ihre Ärztin oder Ihrem Arzt teilen, damit sie Sie noch individueller beraten können. 

Hier geht es zur App.

Kostenloser Service für Sie

Sie haben weitere Fragen rund um Fortimel®, Ernährung bei Krebs oder Appetitlosigkeit?

Das Nutricia Expertenteam steht Ihnen gern beratend zur Seite und unterstützt Sie per Telefon oder E-Mail.

So können Sie das Team erreichen:

00800 700 500 00 (gebührenfrei, Mo-Fr von 9-16 Uhr)

www.nutricia.de/kontakt 

Fortimel® Trinknahrungen sind Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät). Zum Diätmanagement bei krankheitsbedingter Mangelernährung. Nur unter ärztlicher Aufsicht verwenden.

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