Verdacht auf Darmkrebs

Symptome bei Darmkrebs: Diese Beschwerden können darauf hindeuten

Bei Darmkrebs treten mögliche Symptome oft erst spät im Verlauf der Erkrankung auf. Die ersten Anzeichen sind meist unspezifisch und können auch bei vielen anderen Erkrankungen vorkommen. Auf welche Warnzeichen sollten Sie dennoch achten? Und wann sollten Sie ärztlichen Rat suchen?

Von Volker Budinger 29.06.2026 · 09:30 Uhr
Bauchschmerzen sind ein unspezifisches Symptom | © AdobeStock 60686884
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Bauchschmerzen, Blut im Stuhl oder Verdauungsstörungen – nicht wenige Menschen fürchten, dies könnten Symptome von Darmkrebs sein. Grundsätzlich ist das möglich. Allerdings sind solche Beschwerden häufig unspezifisch und können auch auf eine Vielzahl anderer, oft harmloser Ursachen zurückzuführen sein. Dennoch gibt es einige Warnzeichen, die abgeklärt werden sollten [1] [2].

In welchem Alter Darmkrebs am häufigsten auftritt

Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Jedes Jahr erkranken rund 60.000 Menschen neu daran. Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Mehr als die Hälfte der Betroffenen erhält die Diagnose erst nach dem 70. Lebensjahr. Nur etwa jeder zehnte Erkrankte ist jünger als 55 Jahre [1] [2].

Mögliche Beschwerden von Darmkrebs

In vielen Fällen verursacht Darmkrebs zunächst keine Beschwerden. Treten Symptome auf, sind diese häufig unspezifisch. Mögliche Warnzeichen sind [1] [2]:

  • Schmerzen: Anhaltende oder wiederkehrende Bauchschmerzen sowie Schmerzen beim Stuhlgang können im Zusammenhang mit einem Darmtumor auftreten. Allerdings kommen solche Beschwerden auch bei vielen anderen Erkrankungen vor.
  • Veränderungen der Verdauung: Dazu zählen ein häufiger Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, wiederkehrende Verstopfungen oder ein ungewohnt häufiger Stuhldrang. Manche Betroffene berichten zudem über Völlegefühl, Übelkeit oder starke Blähungen.
  • Blut im Stuhl: Sichtbare Blutbeimengungen oder ein blutiger Überzug auf dem Stuhl können Hinweise auf Darmkrebs sein. Auch schwarzer, teerartiger Stuhl kann auf Blutungen im Verdauungstrakt hindeuten und sollte ärztlich abgeklärt werden.
  • Veränderungen des Stuhls: Schleimbeimengungen oder anhaltende Veränderungen der Stuhlgewohnheiten können ebenfalls Warnzeichen sein. Einzelne Veränderungen der Stuhlform gelten dagegen nicht als verlässlicher Hinweis auf Darmkrebs.
  • Allgemeine Krankheitszeichen: Häufige Müdigkeit, Leistungsabfall, Schwäche, Blässe, allgemeines Unwohlsein oder ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust können auf eine Tumorerkrankung hinweisen. Ursache kann unter anderem ein chronischer Blutverlust mit daraus resultierender Blutarmut sein.
  • Verhärtungen im Bauchraum: In fortgeschrittenen Stadien können unter Umständen tastbare Verhärtungen im Bauchbereich auftreten.

Allerdings haben viele Betroffene in der Frühphase der Erkrankung keine Symptome oder nur sehr geringe Beschwerden.

Abklärung in Ihrer Arztpraxis

Bei anhaltenden Beschwerden des Darms sollte grundsätzlich ärztlicher Rat eingeholt werden. Nur so lässt sich feststellen, ob hinter den Symptomen tatsächlich Darmkrebs oder eine andere Erkrankung steckt [1] [2].

Die wichtigste Untersuchungsmethode zum Nachweis von Darmkrebs ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Dabei wird der Dickdarm mithilfe eines Endoskops untersucht. Auffällige Gewebeveränderungen können direkt erkannt und Gewebeproben entnommen werden [1] [2].

Die endgültige Diagnose wird jedoch nicht allein durch die Darmspiegelung gestellt, sondern durch die feingewebliche Untersuchung der entnommenen Gewebeprobe. Erst wenn sich dabei Krebszellen nachweisen lassen, gilt die Diagnose als gesichert. Anschließend folgen gegebenenfalls weitere Untersuchungen zur Bestimmung des Krankheitsstadiums [1] [2].

Angebote zur Darmkrebs-Früherkennung nutzen

Da Darmkrebs häufig lange Zeit keine Beschwerden verursacht, kommt der Früherkennung eine besondere Bedeutung zu [1] [2]

Gesetzlich Versicherte haben seit April 2025 unabhängig vom Geschlecht ab dem 50. Lebensjahr Anspruch auf eine Vorsorgekoloskopie. Insgesamt können zwei Darmspiegelungen im Abstand von mindestens zehn Jahren in Anspruch genommen werden [3].

Alternativ stehen Stuhltests zum Nachweis von verborgenem Blut zur Verfügung. Diese können Hinweise auf Darmkrebs oder Vorstufen der Erkrankung liefern, ersetzen die Darmspiegelung jedoch nicht vollständig [3].

Besondere Aufmerksamkeit gilt Menschen mit familiärer Vorbelastung. Wer nahe Verwandte mit Darmkrebs hat oder an erblichen Darmkrebs-Syndromen leidet, benötigt häufig eine frühere und engmaschigere Vorsorge. Betroffene sollten dies mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen [3].

Zusammenfassung Darmkrebs verursacht zu Beginn häufig keine Beschwerden. Viele mögliche Warnzeichen wie Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme oder Blut im Stuhl sind unspezifisch und können auch andere Ursachen haben. Dennoch sollten anhaltende oder ungewöhnliche Veränderungen ärztlich abgeklärt werden.

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