Tipps für Angehörige von Menschen mit Krebs
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Was tun, wenn jeder Bissen schwerfällt?

Wenn Essen zur Herausforderung wird, ist Unterstützung gefragt: Wie Angehörige Menschen mit Krebs helfen können, ohne Druck auszuüben – und wann Trinknahrung sinnvoll ist.

Von Redaktion 03.07.2026 · 10:55 Uhr
Copyright: Danone-Nutricia

Eine Krebstherapie verändert den Alltag – und in vielen Fällen auch das Essverhalten. Viele Menschen mit Krebs erleben während der Behandlung, dass Essen plötzlich anders schmeckt oder kaum noch Genuss bereitet. Manche Speisen schmecken plötzlich bitter, metallisch, zu salzig oder völlig fad. Gleichzeitig lässt der Appetit nach.[1], [2]

Gerade für Krebspatient:innen ist es jedoch besonders wichtig, sich ausreichend zu ernähren, denn die Behandlung ist sehr anstrengend für den Körper. Eine ausgewogene Ernährung hilft dabei, die Widerstandskraft des Körpers zu stärken und die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen. So kann der Körper besser mit den Herausforderungen der Therapie umgehen.

Warum Krebs den Geschmack verändern kann

Hinter weniger Appetit oder einem veränderten Geschmack steckt oft die Krebs-Behandlung selbst: Vor allem Chemotherapien greifen nicht nur Tumorzellen an, sondern auch gesunde Zellen, die sich schnell erneuern – etwa die empfindlichen Geschmacksknospen und Schleimhäute im Mund. Entzündungen, Mundtrockenheit oder Veränderungen des Geruchssinns können das Geschmacksempfinden zusätzlich beeinflussen.[1], [2]

Betroffene bilden sich diese Veränderungen nicht ein. Geschmacksverlust ist eine häufige Nebenwirkung der Krebsbehandlung und sollte ernst genommen werden, weil er das Essen erschweren und damit auch die Ernährung und Lebensqualität beeinträchtigen kann.[1], [2]

Die Folge: Was früher Genuss war, wird zur Herausforderung. Essen kostet Kraft, die ohnehin fehlt. Hinzu kommen Nebenwirkungen wie Übelkeit, gereizte Schleimhäute oder Mundtrockenheit, die das Essen zusätzlich erschweren.[1], [2]

Das kann für Betroffene sehr belastend sein. Wichtig ist jedoch: Solche Veränderungen sind eine häufige und normale Folge der Therapie, kein persönliches Versagen. Der Körper befindet sich eben im Ausnahmezustand.[3]

Helfen wollen – aber wie?

Die Unsicherheit von Angehörigen Für Angehörige ist diese Situation oft ebenso belastend: Sie möchten unterstützen und Kraft geben, stoßen aber schnell an Grenzen. Vielleicht fragen Sie sich: Soll ich immer wieder ans Essen erinnern? Soll ich nachfragen oder entsteht dadurch nur unnötiger Druck?[3], [4]

Diese Zweifel sind vollkommen nachvollziehbar, denn es gibt keine einfache, allgemeingültige Lösung. Jeder Mensch erlebt die Erkrankung anders und hat individuelle Bedürfnisse, die sich im Verlauf verändern können. Gleichzeitig ist Essen stark emotional geprägt: Wird ein liebevoll zubereitetes Gericht abgelehnt, kann das traurig machen. Umso wichtiger ist es, solche Situationen nicht persönlich zu nehmen. Unterstützung sollte sich stets daran orientieren, was im jeweiligen Moment möglich ist – nicht an dem, was davor war. [3], [4]

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Hilfe ohne Druck: Was im Alltag wirklich funktioniert

Doch wie kann das gelingen? Ein Tipp: Weniger ist oft mehr. Große Portionen können schnell überfordern oder sogar abschrecken, während kleine, leicht essbare Speisen zugänglicher sind. Das kann ein Joghurt sein, ein klein geschnittenes Stück Brot, etwas Obst oder eine kleine Portion Suppe. Auch mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind oft besser verträglich als wenige große. Ebenso wichtig ist Flexibilität bei den Essenszeiten, denn Appetit hält sich nicht an die Uhr.[5]

Bei der Auswahl der Speisen lohnt es sich, offen zu bleiben und Neues auszuprobieren: Lieblingsgerichte können plötzlich nicht mehr schmecken, während andere, vielleicht ungewohnte Lebensmittel besser vertragen werden. Entscheidend ist auch Ihr Verständnis. Wenn Essen abgelehnt wird, ist das kein Zeichen von Undankbarkeit, sondern bedeutet lediglich, dass es im Moment nicht geht. Ein hilfreicher Ansatz ist es, Essen zwar anzubieten, aber nicht versuchen, Betroffene zu überreden.[5]

Was im Alltag helfen kann – die wichtigsten Tipps auf einen Blick

  • Kleine Portionen statt voller Teller.
  • Essen anbieten, aber nicht aufzwingen.
  • Wann es passt, anstatt fester Uhrzeiten.
  • Akzeptieren, wenn etwas nicht geht.
  • Neue Lebensmittel ausprobieren.
  • Holzbesteck anstatt Metallbesteck.

Wenn Essen allein nicht ausreicht

Auch wenn sich Menschen mit Krebs bemühen, ausreichend zu essen, kommt es vor, dass ihr Körper nicht genug Energie und Nährstoffe bekommt. Dann verlieren sie möglicherweise an Gewicht und Kraft – und das kann sich negativ auf die Therapie auswirken.[6]

Besonders während einer Krebsbehandlung braucht der Körper ausreichend Energie und Nährstoffe. Gleichzeitig machen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Schmerzen im Mund oder Geschmacksveränderungen das Essen oft sehr schwierig. Viele Menschen mit Krebs möchten ausreichend essen, schaffen es aber trotz großer Mühe nicht. Deshalb ist es in vielen Fällen kaum möglich, den Körper allein über die normale Ernährung ausreichend zu versorgen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig auf Warnzeichen wie Gewichtsverlust oder anhaltenden Appetitmangel zu achten und sich ärztlichen Rat zu holen.[6]

Wenn Sie merken, dass Ihre Angehörige oder Ihr Angehöriger stark an Gewicht verloren hat, dass die Kraft nachlässt oder kaum noch etwas gegessen wird, sprechen Sie das Thema auf jeden Fall bei der behandelnden Ärztin bzw. beim behandelnden Arzt an. Ernährung ist keine Nebensache, sondern ein wichtiger Teil der Behandlung – und gehört deshalb auch ins Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt. Auch als Angehörige bzw. als Angehöriger dürfen – und sollten – Sie Fragen stellen und Beobachtungen mit dem Ärzte- und Behandlungsteam teilen [6]

So gelingt es, gemeinsam Lösungen zu finden, die wirklich passen: von konkreten Ernährungstipps bis hin zur gezielten Unterstützung durch medizinische Trinknahrung. Unter bestimmten Voraussetzungen kann diese sogar ärztlich verordnet und von der Krankenkasse erstattet werden.[6]

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Medizinische Trinknahrung als wertvolle Unterstützung

In solchen Situationen kann medizinische Trinknahrung wie Fortimel® eine sinnvolle Unterstützung sein. Diese speziell entwickelten Produkte liefern in konzentrierter Form Energie, hochwertiges Eiweiß sowie wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Fortimel® Compact Protein 2.4 kcal ist besonders gut geeignet, wenn Menschen mit Krebs nur kleine Mengen zu sich nehmen können.

Für Betroffene mit Geschmacksveränderungen gibt es zudem speziell entwickelte Produkte wie die Sensations-Sorten der Compact Protein Range von Fortimel®. Sie sind nicht nur auf die besonderen Bedürfnisse von Krebspatientinnen und Patienten abgestimmt, sondern schmecken angenehm, wenn viele Lebensmittel plötzlich als bitter, metallisch oder ungewohnt empfunden werden.

Die Auswahl an unterschiedlichen Geschmacksrichtungen bei medizinischen Trinknahrungen ist groß – von süß bis herzhaft ist für viele Vorlieben etwas Passendes dabei. Außerdem müssen die Produkte nicht unbedingt pur getrunken werden, sondern lassen sich auch gut zum Kochen oder zum Anreichern von Speisen und Getränken verwenden. Besonders die neutrale Variante eignet sich zum Beispiel hervorragend als Alternative zu Sahne in Suppen, Soßen oder Kartoffelpüree. So kann es leichter fallen, trotz veränderter Geschmacksempfindungen mehr Energie und Eiweiß aufzunehmen. [7]

Fortimel® wird in den meisten Fällen ergänzend zur normalen Ernährung eingesetzt. Welche Trinknahrung am besten geeignet ist, sollten Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft besprechen.[7]

Wichtig: Sie dürfen auch an sich denken

Eine Krebserkrankung ist für alle Beteiligten eine große Belastung – für die Betroffenen selbst ebenso wie für Angehörige, Freunde und nahestehende Menschen. Jeder erlebt diese Zeit auf seine eigene Weise, mit ganz unterschiedlichen Sorgen, Gefühlen und Herausforderungen. Umso wichtiger sind Verständnis, Unterstützung und das Gefühl, mit der Situation nicht allein zu sein. Dabei ist es vollkommen normal, sich zeitweise überfordert, hilflos oder erschöpft zu fühlen – solche Empfindungen gehören dazu und dürfen Raum haben.[8]

Umso wichtiger ist es, auch auf sich selbst zu achten und Unterstützung anzunehmen. Gespräche mit vertrauten Menschen, professionelle Beratung oder praktische Hilfsangebote im Alltag und bei der Ernährung können entlasten und neue Perspektiven eröffnen. Es geht nicht darum, alles perfekt zu bewältigen, sondern gemeinsam einen Weg zu finden, um die herausfordernde Zeit gemeinsam durchzustehen.[8]

Oft liegt die größte Unterstützung in den kleinen Dingen: für den anderen da zu sein, zuzuhören und die Situation Schritt für Schritt gemeinsam anzunehmen.[8]

Kostenloser Service für Sie

Sie haben weitere Fragen rund um Fortimel®, zur Ernährung bei Krebs oder zu konkreten Herausforderungen wie Geschmacksveränderungen? Das Nutricia-Expertenteam steht Ihnen gern beratend zur Seite und unterstützt Sie per Telefon oder E-Mail.

So können Sie das Team erreichen: 00800 700 500 00 (gebührenfrei, Mo.-Fr. von 9-16 Uhr) oder online über www.nutricia.de/kontakt.

Wer die Trinknahrung zunächst ausprobieren möchte, kann dafür gut ein Probierpaket von Fortimel® nutzen. So lassen sich verschiedene Geschmacksrichtungen in Ruhe testen, um herauszufinden, welche Sorten am besten vertragen werden und persönlich am angenehmsten schmecken.

Weitere Informationen und hilfreiche Tipps zur Ernährung bei Krebs finden Sie außerdem auf unserer Website.

Zusammenfassung Fortimel® Trinknahrungen sind Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte
Diät). Zum Diätmanagement bei krankheitsbedingter Mangelernährung. Nur unter ärztlicher
Aufsicht verwenden.

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