Wie wirken Yoga, Meditation und Atemübungen?
Viele Menschen verbinden mit Yoga besondere Flexibilität und Beweglichkeit, gepaart mit einem drahtig-schlanken Körper. Der Ursprung des Yoga liegt jedoch ganz woanders: Es geht um den Geist, der ruhig und widerstandsfähig sein darf. In einer der prägenden Schriften der Yoga-Philosophie, dem Yoga Sutra, heißt es schon zu Beginn: “Yoga ist die Beruhigung der Geistesbewegungen” (Patanjali, Yoga Sutra 1.2.) – und genau das ist die Idee: durch Bewegung, Atmung und Meditation den Geist so zu beruhigen, dass er klar und frei ist.
Es gibt verschiedene Yoga-Stile, die sich durch ihre Schwerpunkte unterscheiden: Vinyasa Yoga ist sehr fließend und kraftvoll, im Jivamukti Yoga werden Mantren gesungen, im Yin Yoga liegt der Fokus auf Ruhe und dem intensiven Hineinspüren in eine Yoga-Haltung – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Allen Yoga-Stilen ist gemein, dass wir uns am Ende der Praxis einen klaren Geist wünschen, der beruhigt ist, mit den Gedanken achtsam im Hier und Jetzt und dadurch frei von Grübeleien.
Möglich ist diese Befreiung des Geistes sowohl durch Bewegung, als auch Atemübungen und Meditation. Wobei Letzteres durchaus herausfordernd ist, wenn wir mit unseren Gedanken sowieso schon ganz woanders sind. Die Konzentration auf eine Yoga-Haltung (die “Asana”) oder den Atem funktioniert für viele Praktizierende besser. Genau hier setzt die Wirkung von Yoga ein:
- Yoga hilft, Konzentration und Fokus zu üben
- Yoga löst Verspannungen und hilft, mobil zu bleiben
- Yoga stärkt die Tiefenmuskulatur und dadurch die gesamte Konstitution des Körpers
- Yoga aktiviert den Parasympathikus – den Nerv, der für Ruhe und Entspannung zuständig ist
- Yoga-Haltungen bringen den Körper in Schwung und sorgen für mehr Energie
- Yoga hilft, den eigenen Körper besser kennenzulernen und dadurch geduldig und achtsam mit sich selbst umzugehen
- Durch den Abbau von Stresssymptomen, wie Schmerzen, Schlafstörungen, Panikattacken, Angst und Depressionen, kann Yoga das Immunsystem stärken
- Yoga ermöglicht das bewusste Üben von Pausen und Ruhe