Für Menschen mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs (einem Pankreaskarzinom) gibt es eine vielversprechende Entwicklung: Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt die Zulassung des neuen Medikaments Rasonque (Daraxonrasib). Es soll Erwachsenen helfen, bei denen der Krebs bereits in andere Körperregionen gestreut hat und deren Erkrankung trotz einer vorherigen Behandlung fortgeschritten ist. Gerade für diese Patient:innen gibt es bislang kaum wirksame Behandlungsmöglichkeiten.
Neue Therapie verlängert Überlebenszeit deutlich
In einer großen Studie mit 500 Patient:innen zeigte Daraxonrasib einen deutlichen Überlebensvorteil gegenüber einer Chemotherapie als bisherigem Behandlungsstandard. Die Hälfte aller mit Daraxonrasib behandelten Menschen lebte länger als 12,4 Monate, während es unter Chemotherapie 6,7 Monate waren. Auch die Zeit, in der sich die Erkrankung nicht verschlimmerte, verdoppelte sich von 3,6 Monaten auf 7,2 Monate.
Das Besondere an Daraxonrasib ist seine Wirkweise: Anders als eine klassische Chemotherapie blockiert der Wirkstoff gezielt bestimmte Eiweiße, die das Wachstum der Krebszellen antreiben. Dadurch kann das Tumorwachstum bei dieser speziellen Krebsart gebremst werden. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Durchfall, Hautausschlag, Entzündungen der Mundschleimhaut, Übelkeit und Erbrechen.
Wann könnte die neue Therapie verfügbar sein?
Um Patient:innen einen schnelleren Zugang zu ermöglichen, prüfte die EMA die Studiendaten bereits während ihrer Einreichung. Dadurch verkürzte sich die Bewertung auf weniger als 150 Tage. Nun muss die Europäische Kommission über die endgültige Zulassung entscheiden. Dieser Schritt dauert üblicherweise rund zwei Monate.
Anschließend vergehen in Deutschland durchschnittlich weitere 56 Tage, bis ein neues Arzneimittel verfügbar ist. Damit könnte Daraxonrasib innerhalb weniger Monate erhältlich sein. Ein konkreter Termin steht allerdings noch nicht fest. Auch die Frage, für welche Patient:innen die Behandlung individuell geeignet ist, sollte mit dem behandelnden Ärzteteam besprochen werden.
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