Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Entstehung von Darmkrebs? Dieser Frage sind Forschende in einer aktuellen US-Studie nachgegangen. Sie untersuchten Gesundheits- und Ernährungsdaten von 9.405 Menschen ab 50 Jahren. Im Mittelpunkt standen Joghurt, Probiotika und Präbiotika sowie deren möglicher Zusammenhang mit Darmkrebs.
Darmkrebs: Was zeigen die Studienergebnisse?
Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Bei Menschen, die mindestens eines dieser Produkte konsumierten, haben Ärzt:innen deutlich seltener Darmkrebs festgestellt. Konkret war in dieser Gruppe etwa eine von 100 Personen betroffen. Bei Menschen ohne entsprechenden Konsum waren es dagegen etwa zwei von 100 Personen.
Auch nach Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren zeigte sich ein deutlicher Unterschied: Die statistische Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs erkrankt zu sein, war bei den Konsument etwa halb so hoch.
Eine mögliche Erklärung liefert die Darmflora. Probiotika enthalten lebende Mikroorganismen, während Präbiotika nützlichen Darmbakterien als Nahrung dienen. Präbiotika kommen beispielsweise in Bananen, Zwiebeln und Hafer vor.
Was bedeuten die Ergebnisse für Patient:innen?
Die Ergebnisse sind vielversprechend, beweisen jedoch keinen direkten Schutz vor Darmkrebs. Ob die Lebensmittel tatsächlich das Erkrankungsrisiko senken, müssen weitere Studien zeigen.
Eine ausgewogene Ernährung kann die Gesundheit unterstützen. Menschen mit Darmkrebs sollten ihre Ernährung jedoch individuell abstimmen. Besonders während einer Krebstherapie sollten probiotische Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.
Weitere Informationen rund um das Thema Darmkrebs und Ernährung finden Sie hier: DasKrebsportal.de.