Krebsprävention

HPV-Impfung: So können Sie Ihr Kind frühzeitig vor Krebs schützen

Die HPV-Impfung kann Ihr Kind vor bestimmten Krebsarten schützen. Trotzdem sind viele Jugendliche in Deutschland nicht vollständig geimpft. Erfahren Sie, warum eine frühe Impfung wichtig ist, wie sicher sie ist und worauf Sie als Eltern achten sollten.

Von Redaktion 08.10.2026 · 14:39 Uhr
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Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet. Die meisten Menschen stecken sich im Laufe ihres Lebens damit an, häufig ohne es zu bemerken. Meist heilt die Infektion von selbst aus. Bestimmte HPV-Typen können jedoch langfristig Krebs verursachen, beispielsweise Gebärmutterhalskrebs oder Krebs im Mund- und Rachenraum. Mit einer HPV-Impfung können Sie das Risiko Ihres Kindes für diese Erkrankungen deutlich senken.

HPV-Impfung: Warum ein früher Schutz wichtig ist

Die Ständige Impfkommission (STIKO), eine Expertengruppe am Robert Koch-Institut Berlin,  empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren. Idealerweise erfolgt sie vor dem ersten Kontakt mit den Viren. Beginnt Ihr Kind die Impfserie vor dem 15. Geburtstag, sind normalerweise zwei Impfungen im Abstand von mindestens fünf Monaten ausreichend. Versäumte Impfungen sollten möglichst vor dem 18. Geburtstag nachgeholt werden.

Dennoch sind viele Jugendliche nicht ausreichend geschützt: Nach den im Oktober 2025 veröffentlichten Zahlen waren in Deutschland nur rund 55 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 34 Prozent der gleichaltrigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft.

HPV-Impfung: Lassen Sie sich umfassend beraten

Vielleicht fragen Sie sich, ob die Impfung in diesem jungen Alter wirklich notwendig ist oder welche Nebenwirkungen auftreten können. Solche Fragen sind verständlich. Der Kinderarzt und ehemalige STIKO-Experte Dr. Martin Terhardt empfiehlt deshalb offene und vertrauensvolle Gespräche zwischen Eltern und Ärzt:innen.

Die HPV-Impfung gilt als sicher und gut verträglich. Wie bei anderen Impfungen können vorübergehend Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder Kreislaufreaktionen auftreten. Schwere allergische Reaktionen sind sehr selten. Der Schutz vor HPV-bedingten Krebserkrankungen überwiegt die bekannten Risiken deutlich.

Sprechen Sie mit Ihrer Kinder- oder Hausarztpraxis über die HPV-Impfung. Lassen Sie sich den Nutzen und mögliche Nebenwirkungen erklären und beziehen Sie Ihr Kind altersgerecht in die Entscheidung ein. So können Sie gemeinsam eine gut informierte Entscheidung treffen.

Wichtig zu wissen: Die HPV-Impfung kann nicht alle HPV-bedingten Krebserkrankungen verhindern. Auch geimpfte Frauen sollten deshalb später die empfohlenen Untersuchungen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wahrnehmen.

Weitere Informationen rund um das Thema Krebsprävention finden Sie auf DasKrebsportal.de.

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