Prominenter Patient

Papst Leo XIV. und Lungenkrebs: Was die Diagnose für Betroffene bedeutet

Die Nachricht über eine Lungenkrebserkrankung von Papst Leo XIV. bewegt viele Menschen. Was ist über seine Diagnose und die Operation bekannt? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Lungenkrebs? Und was können Betroffene und Angehörige aus den medizinischen Informationen mitnehmen?

Von Redaktion 14.10.2026 · 09:36 Uhr
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Nach Medienberichten wurde der 71-jährige Papst Leo XIV. in der Gemelli-Klinik in Rom an der Lunge operiert. Der Eingriff soll erfolgreich und ohne Komplikationen verlaufen sein. Entdeckt wurde die auffällige Veränderung in seiner Lunge offenbar bei einer Routineuntersuchung.

Bei Menschen, die selbst an Lungenkrebs erkrankt sind, und bei ihren Angehörigen kann eine solche Nachricht unterschiedliche Gefühle auslösen. Vielleicht erinnert sie an die eigene Diagnose, an schwierige Entscheidungen oder an die Unsicherheit vor einer Behandlung. Gleichzeitig kann sie Fragen aufwerfen: Wann lässt sich Lungenkrebs operieren? Was bedeutet es, wenn ein Teil der Lunge entfernt wird? Und wie geht es nach einer solchen Operation weiter?

Was über die Erkrankung von Papst Leo XIV. bekannt ist

Den vorliegenden Berichten zufolge haben Ärzt:innen bei Papst Leo XIV. ein sogenanntes Adenokarzinom festgestellt. Dabei handelt es sich um eine häufige Form von Lungenkrebs. Es gehört zum nicht-kleinzelligen Lungenkrebs, der bei den meisten Menschen mit Lungenkrebs diagnostiziert wird. Der Name beschreibt bestimmte Eigenschaften der Krebszellen, die sich unter dem Mikroskop erkennen lassen. Im Vergleich zum kleinzelligen Lungenkrebs wächst diese Form oft langsamer.

Bei der Operation soll der untere Teil des rechten Lungenflügels entfernt worden sein. Dieser Bereich wird als Unterlappen bezeichnet. Ziel eines solchen Eingriffs ist, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen.

Noch sind wichtige medizinische Fragen offen. So ist beispielsweise nicht bekannt, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet und ob auch Lymphknoten von Krebszellen betroffen sind. Diese Informationen sind jedoch entscheidend, um einzuschätzen, ob nach der Operation weitere Behandlungen sinnvoll oder notwendig sind.

Was bedeutet es, wenn ein Teil der Lunge entfernt wird?

Besteht die Möglichkeit, einen Lungentumor vollständig zu entfernen, kann eine Operation ein wichtiger Teil der Behandlung sein. Das Verfahren kommt infrage, wenn der Krebs früh entdeckt wurde und sich noch nicht weit im Körper ausgebreitet hat.

Je nachdem, wo der Tumor liegt und wie groß er ist, entfernen die Ärztinnen und Ärzte einen kleineren Bereich der Lunge oder einen ganzen Lungenlappen. Die verbleibenden Teile der Lunge übernehmen anschließend weiterhin die Atmung.

Viele Menschen können sich nach einer solchen Operation wieder gut erholen. Wie belastbar jemand danach ist, hängt unter anderem davon ab, wie gesund die Lunge vor dem Eingriff war und wie viel Lungengewebe entfernt werden musste.

Manche Patient:innen sind zunächst schneller außer Atem oder fühlen sich körperlich weniger leistungsfähig. Atemübungen, Bewegung und eine gezielte Rehabilitation können dabei helfen, Schritt für Schritt wieder Kraft und Sicherheit im Alltag zu gewinnen.

Wie geht es nach der Operation weiter?

Nach einer Operation wird das entfernte Gewebe sorgfältig untersucht. Dabei prüfen Fachleute unter anderem, welche Eigenschaften der Tumor hat, ob er vollständig entfernt werden konnte und ob sich Krebszellen in untersuchten Lymphknoten befinden. Erst wenn alle Ergebnisse vorliegen, lässt sich besser beurteilen, wie die weitere Behandlung aussehen sollte.

Für manche Patientinnen und Patienten ist nach einer erfolgreichen Operation zunächst keine zusätzliche Krebstherapie notwendig. Bei anderen kann beispielsweise eine Chemotherapie, eine Immuntherapie oder eine zielgerichtete Behandlung sinnvoll sein. Welche Möglichkeiten infrage kommen, hängt vom Stadium und von bestimmten Eigenschaften des Tumors ab.

Wichtig zu wissen: Nicht jeder Mensch mit Lungenkrebs benötigt dieselbe Behandlung. Auch wenn zwei Personen die gleiche Krebsart haben, können sich ihre Erkrankungen und die empfohlenen Therapien deutlich unterscheiden.

Welche Rolle spielen Nachsorge und Rehabilitation?

Auch nach einer erfolgreichen Behandlung bleiben regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig. Sie dienen unter anderem dazu, mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Beschwerden oder Folgen der Behandlung zu besprechen.

Eine Rehabilitation kann Betroffene dabei unterstützen, ihre körperliche Belastbarkeit zu verbessern und wieder mehr Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen. Neben Bewegung und Atemtraining können auch Ernährungsberatung und psychologische Begleitung dazugehören.

Wie die Nachsorge organisiert wird und welche Unterstützung infrage kommt, richtet sich nach der individuellen Situation.

Mehr zum Thema Lungenkrebs finden Sie auf DasKrebsportal.de.

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