Der schwarze Hautkrebs (das maligne Melanom) entsteht meist als neues Pigmentmal auf der Haut. Seltener entwickelt er sich aus einem bereits bestehenden Muttermal oder entsteht an Schleimhäuten. In frühen Stadien verursacht ein Melanom meist keine Beschwerden. Hinweise gibt es dennoch – insbesondere Veränderungen an der Haut. Darauf sollten Sie achten [1][2]:
Wie sich schwarzer Hautkrebs äußert
Optisch lässt sich ein Melanom nicht immer eindeutig von einem gutartigen Pigmentmal unterscheiden. Die sogenannte ABCDE-Regel hilft dabei, verdächtige Veränderungen frühzeitig zu erkennen [1][2]:
- A wie Asymmetrie: Das Pigmentmal ist nicht rund oder oval, sondern ungleichmäßig geformt.
- B wie Begrenzung: Die Ränder sind verwaschen, gezackt oder unscharf.
- C wie Colour (Farbe): Das Mal weist unterschiedliche Farben auf, beispielsweise Schwarz, Braun, Grau, Rot oder Rosa.
- D wie Durchmesser: Das Pigmentmal ist größer als etwa 6 Millimeter oder wächst auffällig schnell. Wichtig: Auch kleinere Veränderungen können ein Melanom sein.
- E wie Evolution (Entwicklung): Das Pigmentmal verändert sich im Laufe der Zeit – etwa hinsichtlich Größe, Form, Farbe oder Oberfläche. Auch neu auftretender Juckreiz, Blutungen oder Krustenbildung können Warnzeichen sein.
Ergänzend gilt die sogenannte Ugly-Duckling-Regel ("hässliches Entlein"): Ein Pigmentmal, das deutlich anders aussieht als alle anderen Muttermale einer Person, sollte untersucht werden [1][2].
Wo schwarzer Hautkrebs besonders häufig auftritt
Am häufigsten (etwa 60 Prozent) kommt das superfiziell spreitende Melanom vor. Der Begriff bedeutet: Es wächst zunächst überwiegend oberflächlich (horizontal) entlang der Haut, bevor es später in tiefere Hautschichten eindringen kann [1][2].
Besonders häufig tritt es an Rücken, Brust, Armen und Beinen auf. Auch knotige (noduläre) Melanome finden sich häufig an diesen Körperstellen. Seltener entstehen Melanome im Gesicht, an Fingern oder Zehen, unter den Nägeln oder an den Schleimhäuten [1][2].
Welche Beschwerden ein Melanom verursachen kann
In frühen Stadien verursacht schwarzer Hautkrebs meist keine Schmerzen und häufig auch keine weiteren Beschwerden. Mitunter beginnt ein Melanom jedoch zu jucken oder zu brennen. Manchmal nässt oder blutet die betroffene Stelle [1][2].
Allgemeinsymptome wie ungewollter Gewichtsverlust, Nachtschweiß oder Fieber treten in der Regel erst bei fortgeschrittenem Krebs auf. Unabhängig davon sollte jede auffällige Veränderung eines Pigmentmals zeitnah dermatologisch abgeklärt werden [1][2]: .
So lassen sich Hautkrebs-Symptome lindern
Die wichtigste Maßnahme besteht in einer konsequente Behandlung gemäß den aktuellen medizinischen Standards. Welche Therapie infrage kommt, hängt unter anderem vom Stadium der Erkrankung ab [1][4]:
In den meisten Fällen wird das Melanom zunächst operativ vollständig entfernt. Je nach Befund können zusätzlich eine Immuntherapie, eine zielgerichtete medikamentöse Behandlung oder in bestimmten Situationen auch eine Strahlentherapie erforderlich sein [1][4].
Die verschiedenen Behandlungen können Nebenwirkungen verursachen. Treten belastende Beschwerden auf, sollten diese mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden, da sie sich häufig gezielt behandeln lassen [1][4].
Was Sie selbst tun können
Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil unterstützen Ihre Gesundheit – auch während einer Krebsbehandlung. Hausmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder sogenannte Krebsdiäten können eine medizinische Therapie jedoch nicht ersetzen [1][3].
Wer Veränderungen an einem Pigmentmal bemerkt oder ein neu entstandenes, auffälliges Hautmal entdeckt, sollte dieses möglichst zeitnah dermatologisch untersuchen lassen. Darüber hinaus können regelmäßige Hautkrebsfrüherkennungsuntersuchungen helfen, Hautkrebs frühzeitig zu erkennen [1][3].