Behandlung bei Brustkrebs

Brustkrebs-Therapie: Behandlungen im Überblick 

Um die individuell beste Therapie bei Brustkrebs für Sie zusammenzustellen, können Ärzt:innen heutzutage auf eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungen zurückgreifen: Neben OPs, Chemotherapien und Strahlentherapien gibt es Wirkstoffe, die ganz bestimmte Brustkrebs-Formen bekämpfen. Die Heilungschancen sind in vielen Fällen besser denn je.

Von Redaktion 11.09.2026 · 11 Uhr
Ein Arzt bereitet eine Brust-OP vor. | © AdobeStock_100484926
Ein Arzt bereitet eine Brust-OP vor. Copyright: AdobeStock_100484926

Wurde bei Ihnen Brustkrebs nachgewiesen, stellt sich als Nächstes die Frage: Wie geht es weiter? Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Welche Behandlung infrage kommt, hängt unter anderem vom Stadium, den biologischen Eigenschaften des Tumors, Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und Ihren persönlichen Wünschen ab [1]. 

Solche Entscheidungen trifft Ihr Behandlungsteam gemeinsam mit Ihnen auf Grundlage medizinischer Empfehlungen. Als Patientin – und in seltenen Fällen als Patient – werden Sie in die Entscheidungen einbezogen. Da jeder Brustkrebs anders ist, kann dieser Artikel nur einen Überblick geben. Welche Behandlung in Ihrer individuellen Situation sinnvoll ist, sollten Sie gemeinsam mit Ihren Ärztinnen und Ärzten besprechen [1]. 

Gut zu wissen: Brustkrebs ist in der Regel kein medizinischer Notfall, bei dem innerhalb weniger Stunden mit einer Therapie begonnen werden muss. Meist bleibt ausreichend Zeit, um sich über die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren, Fragen zu klären, bei Bedarf eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen und eine geeignete Klinik auszuwählen. Wie viel Zeit in Ihrer individuellen Situation zur Verfügung steht, sollten Sie mit Ihrem Behandlungsteam besprechen [1]. 

Wie läuft eine Brustkrebs-OP ab?

Vor einer Operation führen Ärztinnen und Ärzte eine ausführliche Diagnostik durch. Dazu gehören unter anderem bildgebende Untersuchungen sowie eine Biopsie zur feingeweblichen Untersuchung des Tumors. Auf dieser Grundlage werden die Ausbreitung und die biologischen Eigenschaften des Brustkrebses bestimmt und die weitere Behandlung geplant [1] [2]. 

Bei einer Operation ist das Ziel, den Tumor vollständig im gesunden Gewebe zu entfernen. Häufig ist eine brusterhaltende Operation möglich. Ob die gesamte Brust entfernt werden muss – eine sogenannte Mastektomie –, hängt nicht allein von der Größe oder dem Stadium des Tumors ab. Entscheidend sind beispielsweise das Verhältnis von Tumorgröße und Brustgröße, die Lage und Anzahl der Tumorherde, bestimmte genetische Risikofaktoren, die Möglichkeit einer anschließenden Bestrahlung und die persönlichen Wünsche der Patientin oder des Patienten [1] [2]. 

Eine Brustrekonstruktion kann je nach Situation direkt im Rahmen der Krebsoperation oder zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Sie ist kein Muss [1] [2]. 

Das sollten Sie wissen [1] [2]:

  • Vor der Operation erhalten Sie genaue Anweisungen zur Vorbereitung, beispielsweise dazu, welche Medikamente Sie weiterhin einnehmen dürfen und ab wann Sie nüchtern bleiben müssen.
  • Brustkrebsoperationen werden in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt.
  • Bei einer brusterhaltenden Operation entfernen die Operateurinnen und Operateure den Tumor mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand und versuchen gleichzeitig, möglichst viel gesundes Brustgewebe zu erhalten.
  • Ist eine brusterhaltende Behandlung nicht sinnvoll oder nicht möglich, kann eine Mastektomie notwendig sein.
  • Bei vielen Patientinnen und Patienten werden außerdem die Lymphknoten im Achselbereich untersucht. Häufig erfolgt dazu eine sogenannte Wächterlymphknotenbiopsie. Dabei werden gezielt die ersten Lymphknoten im Abflussgebiet des Tumors entnommen und auf Krebszellen untersucht. Sind diese tumorfrei, müssen in der Regel keine weiteren Achsellymphknoten entfernt werden.
  • Nach der Operation werden Sie überwacht, bis Sie sich ausreichend von der Narkose und dem Eingriff erholt haben.

Nur in bestimmten Situationen wird auf eine Operation verzichtet – beispielsweise bei sehr gebrechlichen Patientinnen und Patienten oder wenn die Erkrankung bei der Diagnose bereits weit fortgeschritten ist und andere Behandlungen im Vordergrund stehen.

Wie lange dauert die Heilung nach einer Brustkrebs-OP?

Wie schnell Sie sich nach einer Brustkrebsoperation erholen, hängt stark vom Umfang des Eingriffs und Ihrer persönlichen Situation ab. Nach einer kleineren brusterhaltenden Operation kann die Erholung deutlich schneller verlaufen als nach einer Mastektomie mit gleichzeitiger Brustrekonstruktion [1] [2]. 

Eine allgemeingültige Mindestdauer für die Heilung gibt es deshalb nicht. Auch Einschränkungen beim Heben, Sport oder bei anderen körperlichen Belastungen hängen von der Art der Operation und vom individuellen Heilungsverlauf ab [1] [2]. 

Ihr Behandlungsteam erklärt Ihnen, wann Sie duschen dürfen, wie die Wunde versorgt wird, wann Fäden oder Verbände entfernt werden und ab wann Sie Ihren Alltag oder sportliche Aktivitäten wieder aufnehmen können [1] [2]. 

Wer benötigt eine Chemotherapie bei Brustkrebs?

Nicht alle Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs benötigen eine Chemotherapie. Ob sie sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem [1]:

  • die biologischen Eigenschaften des Tumors, beispielsweise Hormonrezeptor- und HER2-Status,
  • das Stadium und die Größe des Tumors,
  • der Befall von Lymphknoten,
  • die Wachstumsgeschwindigkeit beziehungsweise weitere biologische Risikomerkmale des Tumors,
  • bestimmte genetische Veränderungen,
  • gegebenenfalls Ergebnisse sogenannter Genexpressionstests,
  • Alter, Begleiterkrankungen und allgemeiner Gesundheitszustand.

Bei bestimmten Brustkrebsformen, insbesondere bei triple-negativen oder HER2-positiven Tumoren, kann eine medikamentöse Behandlung bereits vor der Operation erfolgen. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von einer neoadjuvanten Therapie [1]. 

Welche Chemotherapie eignet sich bei Brustkrebs?

Welche Chemotherapie eingesetzt wird, hängt von der Art und Ausbreitung des Brustkrebses sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand ab [1]. 

Bei heilbarer Erkrankung kann eine Chemotherapie vor oder nach der Operation eingesetzt werden. Sie soll Tumorzellen zerstören und das Risiko eines Rückfalls verringern. Wird die Chemotherapie vor der Operation gegeben, kann sie außerdem den Tumor verkleinern und ermöglicht es, das Ansprechen des Tumors auf die Behandlung zu beurteilen [1]. 

Bei metastasiertem Brustkrebs verfolgt die medikamentöse Therapie andere Ziele. Hier geht es in der Regel darum, die Erkrankung möglichst lange zu kontrollieren, Beschwerden zu lindern und die Lebenszeit bei möglichst guter Lebensqualität zu verlängern [1]. 

Für die Chemotherapie bei Brustkrebs stehen zahlreiche Wirkstoffe zur Verfügung, die einzeln oder miteinander kombiniert werden können. Zu den häufig eingesetzten Wirkstoffgruppen gehören [1]:

  • Anthrazykline, beispielsweise Doxorubicin oder Epirubicin. Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Übelkeit, Haarausfall, Erschöpfung, Veränderungen des Blutbildes und – abhängig von Wirkstoff und Gesamtdosis – eine Schädigung des Herzens.
  • Taxane, beispielsweise Paclitaxel oder Docetaxel. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Nervenschädigungen, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Veränderungen des Blutbildes, Haarausfall und Übelkeit.
  • Platinverbindungen, insbesondere Carboplatin. Sie können unter anderem Übelkeit und Veränderungen des Blutbildes verursachen. Je nach Wirkstoff können weitere Nebenwirkungen auftreten.
  • Cyclophosphamid kann unter anderem Übelkeit, Veränderungen des Blutbildes und ein erhöhtes Infektionsrisiko verursachen.
  • Fluorouracil (5-FU) kann unter anderem Schleimhautentzündungen, Durchfall, Übelkeit und Veränderungen des Blutbildes verursachen.

Welche Nebenwirkungen tatsächlich auftreten, ist individuell verschieden. Viele Beschwerden lassen sich heute mit unterstützenden Medikamenten behandeln oder lindern [1]. 

Was passiert bei einer Bestrahlung bei Brustkrebs?

Nach einer brusterhaltenden Operation gehört die Strahlentherapie bei den meisten Patientinnen und Patienten zur Behandlung. Sie soll möglicherweise verbliebene Krebszellen zerstören und dadurch das Risiko eines Rückfalls in der Brust beziehungsweise im behandelten Gebiet senken [1]. 

Auch nach einer Mastektomie kann eine Strahlentherapie notwendig sein. Bei metastasiertem Brustkrebs kann sie außerdem eingesetzt werden, um einzelne Metastasen zu behandeln oder Beschwerden – beispielsweise durch Knochenmetastasen – zu lindern [1]. 

Ob und wie bestrahlt wird, hängt von der individuellen Erkrankungssituation ab [1]. 

So kann eine Strahlentherapie ablaufen [1]:

  • Vor Beginn der Behandlung planen Fachärztinnen und Fachärzte für Strahlentherapie die Bestrahlung genau. In der Regel wird dafür eine Planungs-CT angefertigt.
  • Anschließend wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Er legt unter anderem Bestrahlungsbereich, Strahlendosis und Anzahl der einzelnen Bestrahlungen fest.
  • Heute wird die Brust nach brusterhaltender Operation häufig hypofraktioniert bestrahlt. Dabei wird die Gesamtdosis auf weniger Sitzungen verteilt als bei früher üblichen Bestrahlungsschemata. Ein häufig verwendetes Schema umfasst etwa 15 bis 16 Bestrahlungen über ungefähr drei Wochen. Je nach individueller Situation können auch andere Bestrahlungsschemata infrage kommen.
  • Während der Behandlung liegen Sie auf einem Behandlungstisch. Das Team positioniert Sie möglichst exakt, damit die Strahlung den vorgesehenen Bereich erreicht und umliegendes gesundes Gewebe möglichst geschont wird.
  • Die Bestrahlung selbst ist schmerzlos und dauert meist nur wenige Minuten. Währenddessen befinden Sie sich allein im Behandlungsraum. Das medizinische Personal kann Sie jedoch sehen und mit Ihnen kommunizieren.

Welche Nebenwirkungen können nach einer Bestrahlung bei Brustkrebs auftreten?

Eine Strahlentherapie kann vorübergehende Hautreaktionen wie Rötungen und Reizungen verursachen. Auch Müdigkeit kann während der Behandlung auftreten. Wie ausgeprägt die Nebenwirkungen sind, unterscheidet sich von Person zu Person [1]. 

Das Behandlungsteam erklärt Ihnen, wie Sie die bestrahlte Haut während und nach der Therapie pflegen sollten. Wichtig ist insbesondere, unnötige Reizungen zu vermeiden und die behandelte Haut vor starker UV-Strahlung zu schützen [1]. 

Viele akute Hautveränderungen bilden sich nach Abschluss der Strahlentherapie wieder zurück. Seltener können langfristige Veränderungen wie Verhärtungen, Pigmentveränderungen oder Veränderungen der Brustform auftreten [1]. 

Auch umliegende Organe wie Herz oder Lunge können grundsätzlich Strahlung abbekommen. Moderne Bestrahlungstechniken und eine genaue Planung sollen die Belastung dieser Organe möglichst gering halten [1]. 

Eine Bestrahlung der Brust führt nicht zum Verlust der Kopfhaare. Strahlenbedingter Haarausfall kann nur in dem Körperbereich auftreten, der tatsächlich bestrahlt wird. Der Verlust der Kopfhaare ist dagegen eine mögliche Nebenwirkung bestimmter Chemotherapien [1]. 

Gibt es eine spezielle Ernährung bei Brustkrebs?

Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, den Körper während und nach einer Krebstherapie ausreichend mit Energie und Nährstoffen zu versorgen. Eine spezielle „Brustkrebsdiät“, die den Tumor bekämpft oder eine medizinische Behandlung ersetzen kann, gibt es jedoch nicht. Auch einzelne Lebensmittel können Brustkrebs nicht heilen oder nachweislich das Rückfallrisiko entscheidend senken [1]. 

Empfohlen wird grundsätzlich eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Dazu gehören insbesondere Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Je nach Behandlungssituation kann außerdem eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß und Energie besonders wichtig sein [1]. 

Nach Abschluss der Therapie gelten in der Regel ähnliche Empfehlungen wie für gesunde Menschen: Normalgewicht anstreben beziehungsweise halten, viel pflanzliche Lebensmittel essen, rotes Fleisch nur in begrenzten Mengen verzehren und auf stark verarbeitetes Fleisch möglichst verzichten. Alkohol sollte möglichst vermieden werden. Auch vom Rauchen wird abgeraten [1]. 

Wichtig: Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen, Mineralstoffen, Pflanzenstoffen oder hoch dosierten Antioxidantien sollten während einer Krebstherapie nicht ohne Rücksprache mit Ihren Ärztinnen und Ärzten eingenommen werden. Sie können in bestimmten Fällen Wechselwirkungen mit der Behandlung haben. Antioxidantien, die im Rahmen einer normalen ausgewogenen Ernährung über Lebensmittel aufgenommen werden, gelten dagegen nicht als problematisch [1]. 

Welche zielgerichteten Therapien bei Brustkrebs gibt es?

Zielgerichtete Therapien greifen bestimmte biologische Strukturen oder Signalwege an, die für das Wachstum bestimmter Brustkrebszellen wichtig sind. Ob eine solche Behandlung infrage kommt, hängt deshalb wesentlich von den Eigenschaften des Tumors ab [1]. 

  • Ein bekanntes Beispiel sind HER2-gerichtete Therapien bei HER2-positivem Brustkrebs. Hier stehen verschiedene Antikörper und weitere zielgerichtete Medikamente zur Verfügung.
  • Bei hormonrezeptorpositivem Brustkrebs können außerdem beispielsweise CDK4/6-Hemmer eingesetzt werden. Für bestimmte genetische Veränderungen oder Tumoreigenschaften stehen weitere zielgerichtete Medikamente zur Verfügung.
  • Von zielgerichteten Therapien zu unterscheiden sind Immuntherapien. Sie greifen nicht direkt denselben molekularen Signalweg des Tumors an, sondern beeinflussen das Immunsystem so, dass es Krebszellen besser erkennen und bekämpfen kann. Immuncheckpoint-Hemmer können beispielsweise bei bestimmten Formen des triple-negativen Brustkrebses zum Einsatz kommen.

Zielgerichtete Therapien und Immuntherapien können ebenfalls erhebliche Nebenwirkungen verursachen. Sie sind daher nicht grundsätzlich „milder“ als eine Chemotherapie. Art und Stärke der Nebenwirkungen hängen vom jeweiligen Medikament und von der individuellen Situation ab.

Wie funktioniert die Antihormontherapie bei Brustkrebs?

Die sogenannte Antihormontherapie – medizinisch endokrine Therapie genannt – ist eine wichtige Behandlung bei hormonrezeptorpositivem Brustkrebs [1]. 

Die Tumorzellen besitzen dabei Rezeptoren für die Geschlechtshormone Östrogen und/oder Progesteron. Diese Rezeptoren befinden sich überwiegend im Inneren beziehungsweise im Zellkern der Tumorzellen. Die Hormone können über diese Rezeptoren Signale auslösen, die das Wachstum der Krebszellen fördern [1]. 

Ziel der endokrinen Therapie ist es deshalb, die Wirkung von Hormonen auf den Tumor zu blockieren oder die Bildung bestimmter Hormone zu vermindern. Dafür stehen unterschiedliche Medikamente zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise Tamoxifen und sogenannte Aromatasehemmer. Bei Patientinnen vor den Wechseljahren kann zusätzlich die Funktion der Eierstöcke medikamentös unterdrückt werden [1]. 

Die endokrine Therapie wird bei frühem hormonrezeptorpositivem Brustkrebs häufig über mehrere Jahre durchgeführt. Welche Medikamente eingesetzt werden und wie lange die Behandlung dauert, hängt unter anderem vom Menopausenstatus und vom individuellen Rückfallrisiko ab [1]. 

Auch bei metastasiertem hormonrezeptorpositivem Brustkrebs spielt die endokrine Therapie eine wichtige Rolle und wird häufig mit weiteren zielgerichteten Medikamenten kombiniert [1]. 

Was passiert beim Brustaufbau nach Brustkrebs?

Beim Brustaufbau versuchen Ärztinnen und Ärzte, die Form der Brust nach einer Mastektomie oder einem größeren operativen Eingriff wiederherzustellen [1] [2]. 

Eine Rekonstruktion ist eine persönliche Entscheidung. Patientinnen können sich auch bewusst gegen einen Brustaufbau entscheiden. Welche Möglichkeiten infrage kommen, hängt unter anderem von der vorausgegangenen und geplanten Behandlung, den körperlichen Voraussetzungen sowie den persönlichen Wünschen ab [1] [2]. 

Zu den wichtigsten Möglichkeiten gehören [1] [2]:

  • Brustaufbau mit Implantat: Dabei wird ein Brustimplantat eingesetzt. In bestimmten Situationen kann zunächst ein sogenannter Expander verwendet werden.
  • Brustaufbau mit Eigengewebe: Dabei verwenden die Operateurinnen und Operateure körpereigenes Gewebe, beispielsweise aus dem Bauch-, Oberschenkel- oder Gesäßbereich.
  • Kombinierte Verfahren: In bestimmten Situationen können Implantate und körpereigenes Gewebe miteinander kombiniert werden.

Die Rekonstruktion kann je nach Situation unmittelbar bei der Mastektomie oder zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Welche Methode geeignet ist, sollte ausführlich mit einem darauf spezialisierten Behandlungsteam besprochen werden [1] [2]. 

Wie sind die Heilungschancen bei Brustkrebs?

Die Prognose bei Brustkrebs hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verbessert. Wie die individuelle Prognose aussieht, hängt jedoch stark davon ab, wie weit sich die Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose ausgebreitet hat und welche biologischen Eigenschaften der Tumor besitzt [4].

Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut liegt das relative Fünf-Jahres-Überleben nach Brustkrebs in Deutschland bei Frauen bei etwa 88 Prozent und bei Männern bei etwa 77 Prozent. Nach zehn Jahren beträgt das relative Überleben etwa 83 Prozent bei Frauen und 68 Prozent bei Männern [4].

Diese Zahlen sind statistische Durchschnittswerte auf Bevölkerungsebene. Sie bedeuten nicht, dass eine einzelne Patientin oder ein einzelner Patient eine bestimmte persönliche Lebenserwartung hat [4].

Das relative Überleben vergleicht die Überlebenswahrscheinlichkeit von Menschen mit einer bestimmten Krebserkrankung mit der Überlebenswahrscheinlichkeit einer vergleichbaren Bevölkerungsgruppe ohne Berücksichtigung dieser Krebserkrankung [4].

Für die persönliche Prognose sind unter anderem das Erkrankungsstadium, der Lymphknotenstatus, mögliche Fernmetastasen, die biologischen Eigenschaften des Tumors und das Ansprechen auf die Behandlung entscheidend. Ihre individuelle Situation können deshalb am besten Ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte einschätzen [3].

Zusammenfassung Im Mittelpunkt der Brustkrebs-Therapie steht die Operation. Dabei versuchen die behandelnden Ärzt:innen, den oder die Tumoren möglichst vollständig aus der Brust zu entfernen. Welche weiteren Behandlungen sinnvoll sind – etwa eine Chemotherapie, Strahlentherapie oder andere Therapieformen –, entscheiden sie individuell. Ist eine Entfernung der Brust notwendig, stehen verschiedene Methoden des Brustaufbaus zur Verfügung, um die Form der Brust möglichst gut wiederherzustellen.

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