Studie zeigt Erfolg

Leberkrebs: Neue Kombination kann Erkrankung länger aufhalten

Wenn Leberkrebs nicht operiert werden kann, sind andere wirksame Therapien besonders wichtig. Neue Studiendaten machen Hoffnung: Die Kombination aus Immuntherapie und einer gezielten Behandlung des Tumors über die Blutgefäße kann die Erkrankung länger unter Kontrolle halten.

Von Redaktion 09.09.2026 · 14:49 Uhr
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Die Diagnose eines nicht operierbaren Leberkrebses wirft viele Fragen auf: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Wie lange lässt sich die Erkrankung in Schach halten? Und welche Belastungen bringt die Therapie mit sich? Neue Ergebnisse einer klinischen Studie könnten deshalb für Patient:innen besonders relevant sein.

Neue Kombination verzögert Fortschreiten der Krankheit

An der Studie nahmen 760 Menschen mit der häufigsten Form von Leberkrebs teil, bei denen eine Operation nicht möglich war. Die Forschenden untersuchten, ob eine Kombination mehrerer Behandlungen den Krebs länger aufhalten kann. Dabei wurde eine Immuntherapie mit einer gezielten Behandlung des Tumors über seine Blutgefäße kombiniert. Ein Teil der Patient:innen erhielt zusätzlich das Krebsmedikament Lenvatinib.

Die Ergebnisse machen Hoffnung: Mit der Kombination aus Immuntherapie, Lenvatinib und gezielter Behandlung des Tumors über die Blutgefäße blieb die Erkrankung im Durchschnitt 13 Monate stabil, bevor sie weiter fortschritt. Mit der gezielten Tumorbehandlung allein waren es knapp 10 Monate. 

Noch ist allerdings offen, ob die neue Behandlung auch dazu führt, dass Menschen insgesamt länger leben. Dafür reichen die bisherigen Studiendaten noch nicht aus.

Was bedeuten die Ergebnisse für Sie?

Wenn Sie selbst an Leberkrebs erkrankt sind, der nicht operiert werden kann, lohnt es sich, Ihr Behandlungsteam auf die neuen Studienergebnisse anzusprechen. Fragen Sie zum Beispiel: Ist diese Behandlung für mich geeignet? Welche Vorteile bietet sie mir möglicherweise? Und mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen?

Denn eine wirksamere Behandlung geht möglicherweise auch mit stärkeren Belastungen einher. In der Studie traten schwere Nebenwirkungen bei den Kombinationstherapien häufiger auf als bei der alleinigen gezielten Tumorbehandlung über die Blutgefäße.

Welche Behandlung für Sie infrage kommt, hängt von Ihrer persönlichen Erkrankungssituation und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Gemeinsam mit Ihren Ärzt lassen sich die möglichen Vorteile und Risiken abwägen und der passende Behandlungsweg finden.

Weitere Informationen rund um das Thema Krebs finden Sie hier: DasKrebsportal.de

Abou-Alfa GK et al.: „Efficacy and safety results from EMERALD-3“, Journal of Clinical Oncology, 03.06.2026. https://ascopubs.org/doi/10.1200/JCO.2026.44.17_suppl.LBA4000

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