Das bundesweite Mammografie-Screening, das seit rund 20 Jahren besteht, zeigt deutliche Erfolge: Laut einer aktuellen Untersuchung zur Wirksamkeit sinkt die Brustkrebssterblichkeit durch das Mammografie-Screening um 20 bis 30 Prozent. Durch eine frühzeitige Diagnose könnte etwa jeder vierte Todesfall verhindert werden.
Die Ergebnisse sind ermutigend, auch wenn noch immer zu wenige Frauen das Angebot nutzen. Derzeit nimmt nur etwa jede zweite Frau zwischen 50 und 69 Jahren teil. Ziel ist es, die Teilnahmequote künftig auf den Zielwert von 70 Prozent zu erhöhen. Seit 2024 wurde der Altersbereich übrigens auf 50 bis 75 Jahre erweitert. Frauen aus dieser Altersgruppe erhalten alle zwei Jahre eine Einladung zur Brustkrebs-Früherkennung.
Mammografie: Sicherheit und Qualität stehen im Mittelpunkt
Bei der Mammografie, einer modernen Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust, können die Patientinnen zudem auf die hohe Qualität und Sicherheit vertrauen. Denn Strahlensicherheit und -schutz sind in Deutschland streng geregelt. Die Vorteile der Brustkrebs-Früherkennung überwiegen deutlich.
Auch wissenschaftlich überzeugt die Auswertung: Forscher:innen der Universität Münster und des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie konnten mithilfe von Daten gesetzlicher Krankenkassen und Krebsregistern belegen, dass das Screening Leben verlängert und rettet. Die Kombination verschiedener Datenquellen stärkt dabei die Aussagekraft der Ergebnisse.
Die Kooperationsgemeinschaft Mammografie, getragen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband, bewertet die Resultate als großen Erfolg des Programms. In Deutschland haben rund 14,5 Millionen Frauen Anspruch auf die Brustkrebs-Früherkennung – ein weltweit einzigartiges öffentliches Screening-Angebot.
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