Brustkrebs-Früherkennung wirkt

Mammografie-Screening reduziert Brustkrebs-Todesfälle deutlich

Eine aktuelle Untersuchung zur Wirksamkeit des Mammografie-Screenings belegt: Frauen, die regelmäßig teilnehmen, haben ein um 20 bis 30 Prozent geringeres Risiko, an Brustkrebs zu sterben. Fachleute unterstreichen den Nutzen – und wünschen sich, dass noch mehr Frauen mitmachen.

Von Redaktion 04.03.2026 · 10:45 Uhr
Eine Frau hält eine rosa Schleife, das Symbol für Brustkrebs, auf ihrer Brust. | © AdobeStock_473151953
Copyright: AdobeStock_473151953

Das bundesweite Mammografie-Screening, das seit rund 20 Jahren besteht, zeigt deutliche Erfolge: Laut einer aktuellen Untersuchung zur Wirksamkeit sinkt die Brustkrebssterblichkeit durch das Mammografie-Screening um 20 bis 30 Prozent. Durch eine frühzeitige Diagnose könnte etwa jeder vierte Todesfall verhindert werden.

Die Ergebnisse sind ermutigend, auch wenn noch immer zu wenige Frauen das Angebot nutzen. Derzeit nimmt nur etwa jede zweite Frau zwischen 50 und 69 Jahren teil. Ziel ist es, die Teilnahmequote künftig auf den Zielwert von 70 Prozent zu erhöhen. Seit 2024 wurde der Altersbereich übrigens auf 50 bis 75 Jahre erweitert. Frauen aus dieser Altersgruppe erhalten alle zwei Jahre eine Einladung zur Brustkrebs-Früherkennung. 

Mammografie: Sicherheit und Qualität stehen im Mittelpunkt

Bei der Mammografie, einer modernen Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust, können die Patientinnen zudem auf die hohe Qualität und Sicherheit vertrauen. Denn Strahlensicherheit und -schutz sind in Deutschland streng geregelt. Die Vorteile der Brustkrebs-Früherkennung überwiegen deutlich.

Auch wissenschaftlich überzeugt die Auswertung: Forscher:innen der Universität Münster und des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie konnten mithilfe von Daten gesetzlicher Krankenkassen und Krebsregistern belegen, dass das Screening Leben verlängert und rettet. Die Kombination verschiedener Datenquellen stärkt dabei die Aussagekraft der Ergebnisse.

Die Kooperationsgemeinschaft Mammografie, getragen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband, bewertet die Resultate als großen Erfolg des Programms. In Deutschland haben rund 14,5 Millionen Frauen Anspruch auf die Brustkrebs-Früherkennung – ein weltweit einzigartiges öffentliches Screening-Angebot.

Weitere hilfreiche Informationen rund um Brustkrebs finden Sie hier. Und alles Wichtige und Wissenswerte für ein gutes Leben mit und trotz Krebs finden Sie in unserem Themenbereich “Leben mit Krebs”.

Artikelempfehlungen

Eine Frau tastet ihre Brust ab. | © AdobeStock_56751417
SYMPTOME beim Mammakarzinom 

Brustkrebs: Die wichtigsten Anzeichen und Symptome

Wer beim Abtasten einen Knoten in der Brust entdeckt, ist besorgt: Handelt es sich um Brustkrebs? Glücklicherweise sind die meisten Auffälligkeiten harmlos. So oder so ist es wichtig, diese zeitnah ärztlich abklären zu lassen. Erfahren Sie hier, welche Anzeichen und Symptome auf Brustkrebs […]

von Redaktion
Ein älterer Mann informiert sich am Laptop | © AdobeStock-335750576
Erwerbsminderung durch Krebs

Erwerbsminderungsrente bei Krebs: Das sollten Sie wissen

In einigen Fällen schaffen es Menschen nach einer Krebserkrankung vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr, arbeiten zu gehen. Dann haben sie gegebenenfalls Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Unter welchen Umständen wird sie ausgezahlt und wie hoch ist sie?

von Julia Brandt
Ein Mann hat keinen Appetit. | © Danone-Nutricia
Alltag mit Krebs

Tipps bei Appetitlosigkeit

Während einer Krebstherapie vergeht Betroffenen oft buchstäblich der Appetit. Verständlich! Doch um bei Kräften zu bleiben, ist Essen in dieser Zeit besonders wichtig. Diese Tipps können helfen.

Anzeige