Neue Studie

Immuntherapie beim Darmkrebs: Rückfallrisiko nahezu halbiert

Eine neue Studie zeigt: Wer an Dickdarmkrebs im Stadium III leidet und einen Tumor mit defektem DNA-Reparatursystem (dMMR) hat, könnte von einer Kombination aus Chemotherapie und Immuntherapie deutlich profitieren.

Von Redaktion 02.06.2026 · 00:15 Uhr
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Forschende haben untersucht, ob eine etablierte Standard-Chemotherapie mit den Checkpoint-Inhibitor Atezolizumab ergänzt werden sollte. Im Mittelpunkt standen Patientinnen und Patienten mit operativ entferntem Dickdarmkrebs im Stadium III, bei denen ein besonderes Merkmal des Tumors vorlag: ein defektes DNA-Reparatursystem, kurz dMMR.

Was bedeutet dMMR?

Jede Zelle im Körper verfügt über Mechanismen, die Fehler im Erbgut erkennen und beheben. Bei Tumoren mit dMMR (Mismatch-Repair-Defizienz) funktioniert dieser Reparaturmechanismus nicht mehr richtig. Das führt zu mehr Veränderungen im Tumorgenom – macht den Tumor aber besser erkennbar für das Immunsystem. Genau deshalb sprechen solche Tumoren oft gut auf Immuntherapien an.

Die Ergebnisse im Überblick

In der Studie erhielten 355 Patientinnen und Patienten Atezolizumab zusammen mit der Chemotherapie, 357 nur die Chemotherapie allein. Nach rund dreieinhalb Jahren zeigten sich klare Unterschiede: 86,3 % der Kombinationsgruppe waren nach drei Jahren rückfallfrei, gegenüber 76,2 % in der Chemo-Gruppe. Das Rückfallrisiko wurde damit nahezu halbiert.

Schwere Nebenwirkungen traten in der Kombinationsgruppe häufiger auf: 84,1 % vs. 71,9 %. Sprechen Sie daher offen mit Ihrem Behandlungsteam über Ihren dMMR-Status und über mögliche Therapieoptionen.

Mehr über die Standard-Behandlung erfahren Sie hier: Chemotherapie bei Dickdarmkrebs

Einen Überblick über aktuelle Entwicklungen gibt die Seite: Neue Therapien bei Dickdarmkrebs (Immuntherapie)

Weitere Informationen rund um das Thema Darmkrebs finden Sie hier: Darmkrebs – alle Informationen auf DasKrebsportal.de

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