Trendgetränk Matcha und Krebs

Matcha-Tee und Krebstherapie: Mögliche Wechselwirkungen beachten

Matcha ist als gesundes Trendgetränk derzeit in aller Munde. Doch wenn Sie wegen einer Krebserkrankung in Behandlung sind, ist das grüne Pulver mit Vorsicht zu genießen: Wie verträgt sich Matcha mit der Krebstherapie? Erfahren Sie hier, worauf es als Krebspatient:in zu achten gilt.

Von Redaktion 05.05.2026 · 00:15 Uhr
Matcha-Tee zubereitet und als Pulver  | © AdobeStock_148922570
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Ob als Matcha Latte im Café oder zu Hause – das grüne Teepulver liegt derzeit im Trend und ist im wahrsten Sinne in aller Munde. Viele Menschen schätzen es für seine gesunden Eigenschaften. Gerade wenn Sie eine Krebsdiagnose erhalten haben, rückt eine bewusste und gesunde Ernährung oft in den Fokus. Als Krebspatient:innen ist bei Matcha-Tee jedoch Vorsicht geboten.

Anders als bei herkömmlichem grünem Tee trinken Sie bei Matcha das feingemahlene Blatt komplett mit. Dadurch nehmen Sie besonders viel des Inhaltsstoffs Epigallocatechingallat (EGCG) auf. Dieses Antioxidans fängt schädliche freie Radikale ab. Doch genau das kann während der Krebstherapie problematisch sein.

Einfluss auf die Krebstherapie

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Matcha mit Krebsmedikamenten interagiert. Das Antioxidans EGCG kann beispielsweise die Wirkung einer Chemo- oder Strahlentherapie abschwächen. Zudem beeinflusst es Leberenzyme, sodass einige Medikamente anders abgebaut werden, als es für die Therapie optimal wäre. Bekannt sind zum Beispiel mögliche Wechselwirkungen mit den Wirkstoffen Bortezomib, Palbociclib, 5-Fluorouracil und Sunitinib.

Tipps für Ihren Alltag

Bislang fehlen große klinische Studien zu Wechselwirkungen zwischen Matcha-Tee und Krebsmedikamenten. Bei gelegentlichem Genuss in kleinen Mengen sind unerwünschte Wechselwirkungen von Matcha-Tee sehr unwahrscheinlich. Wer nicht auf Matcha verzichten möchte, dem empfehlen Fachleute, das Getränk in Maßen zu genießen und zudem einen großen zeitlichen Abstand zur Medikamenteneinnahme einzuhalten. Als allererste Regel gilt: Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Behandlungsteam. Ihre Ärztinnen und Ärzte können Ihre Situation am besten einschätzen und Sie kompetent beraten.

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