Krebsvorbeugung stärken

Krebs vermeiden: Mehr Aufklärung zu Risiken, Mythen, Vorsorge und Früherkennung

Etwa 40 Prozent aller Krebserkrankungen könnten durch das Wissen um Risikofaktoren und durch die konsequente Teilnahme an Krebsvorsorge und -früherkennung vermieden werden – doch dieses Wissen ist hierzulande lückenhaft. Neue Aufklärungskampagnen sollen das ändern und auch Krebs-Mythen entkräften.

Von Redaktion
Ein Arzt berät eine ältere Patientin. | © AdobeStock_1468430943
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Viele Menschen sind nicht ausreichend über die Faktoren informiert, die das persönliche Krebsrisiko beeinflussen. Das zeigte die CLARO-Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), die beim Deutschen Krebskongress 2026 in Berlin vorgestellt wurde. 

Wissen zu Krebsrisikofaktoren unzureichend

Rund 1.200 Bürgerinnen und Bürger wurden befragt. Fazit: Zwar ist den meisten Menschen bewusst, dass Rauchen und starke UV-Strahlung krebserregend sind. Deutlich niedriger ist jedoch der Anteil derer, die wissen, dass auch regelmäßiger Alkoholkonsum, Übergewicht und Bewegungsmangel das Krebsrisiko erhöhen.

Falsche Krebsmythen halten sich hartnäckig

Gleichzeitig halten sich falsche Vorstellungen hartnäckig. So glauben viele Menschen, dass etwa Deodorants, Stress oder Mikrowellen Krebs verursachen könnten – Mythen, die sich bis heute nicht wissenschaftlich belegen lassen. Das zeigt, wie wichtig auch eine verständliche und verlässliche Kommunikation über Krebsrisiken ist.

Nationales Krebspräventionszentrum gegründet

Um die Krebsvorbeugung künftig stärker in den Mittelpunkt des Gesundheitssystems zu rücken, wurde in Heidelberg das Nationale Krebspräventionszentrum (NCPC) gegründet – ein gemeinsames Projekt von DKFZ und Deutscher Krebshilfe. Es bündelt Forschung, Aufklärung und Bildungsinitiativen rund um das Thema Vorsorge.

Auch politisch gewinnt das Thema an Bedeutung: Beim erstmals ausgerichteten Nationalen Präventionsgipfel im November 2025 forderten Expert:innen, Vorbeugung als übergreifende Aufgabe in allen Politikbereichen zu verankern. Außerdem sollen Schulen, Vereine und Kommunen stärker eingebunden werden, um gesundheitsförderliches Verhalten in der Bevölkerung verstärkt zu unterstützen.

Auch wir von DasKrebsportal.de möchten unseren Beitrag dazu leisten, um Menschen seriös und umfassend rund um das Thema Krebs zu informieren: zu den verschiedensten Krebserkrankungen, zu Risikofaktoren, zu Vorsorge und Früherkennung sowie zum guten Leben mit und trotz Krebs.

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