Das Tückische an Hautkrebs ist, dass er im Frühstadium meist keine oder nur geringe Beschwerden verursacht. Erst wenn ein Tumor in tiefere Hautschichten eindringt oder sich im Körper ausbreitet, können körperliche Symptome auftreten. Deshalb sind es zunächst vor allem sichtbare Veränderungen der Haut, die auf Hautkrebs hindeuten. Diese können je nach Tumorart sehr unterschiedlich aussehen [1].
Melanome: Welche Arten es gibt
Schwarzer Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt, entsteht aus den pigmentbildenden Zellen der Haut oder seltener der Schleimhäute. Häufig zeigt er sich als dunkler oder schwarzer Hautfleck, kann jedoch je nach Melanomtyp unterschiedlich gefärbt und geformt sein [2].
Zu den häufigsten Melanomformen zählen das superfiziell spreitende Melanom, das noduläre Melanom, das Lentigo-maligna-Melanom und das akral lentiginöses Melanom. Daneben gibt es weitere seltenere Varianten, beispielsweise amelanotische Melanome, die nur wenig oder gar kein Pigment enthalten und deshalb schwieriger zu erkennen sind [2].
Wie Ärzt:innen Melanome einteilen
Das maligne Melanom gilt als die Hautkrebsart mit dem höchsten Risiko, Tochtergeschwülste (Metastasen) zu bilden. Die Einteilung erfolgt anhand der Tumordicke, des Befalls von Lymphknoten und möglicher Fernmetastasen [2].
In den frühen Stadien (I und II) haben sich in der Regel noch keine Metastasen gebildet. Betroffene bemerken häufig lediglich Veränderungen eines Muttermals oder Hautflecks. Gelegentlich können Juckreiz, Nässen oder Blutungen auftreten. Werden Melanome in diesem Stadium entdeckt, bestehen meist gute Heilungschancen [2].
Im Stadium III sind bereits regionale Lymphknoten oder umliegende Hautareale betroffen. Stadium IV bezeichnet die Ausbreitung in entfernte Organe. Dann können zusätzliche Beschwerden auftreten, die von der Lokalisation der Metastasen abhängen. Möglich sind beispielsweise anhaltende Müdigkeit, ungewollter Gewichtsverlust, Schmerzen, Atembeschwerden oder neurologische Symptome [2].
Typische Merkmale von weißem Hautkrebs
Unter dem Begriffweißer oder heller Hautkrebs werden vor allem das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom zusammengefasst. Diese Tumoren treten deutlich häufiger auf als das maligne Melanom, verlaufen jedoch meist weniger aggressiv. Eine wichtige Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms sind die sogenannten aktinischen Keratosen. Für das Basalzellkarzinom gibt es hingegen keine bekannte klassische Vorstufe. Wie beim schwarzen Hautkrebs gilt auch hier: Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten [3] [4].
Weißer Hautkrebs: Welche Arten es gibt
Hautärztinnen und Hautärzte unterscheiden beim weißen Hautkrebs mehrere Typen [3] [4].
Aktinische Keratosen entstehen durch langjährige UV-Belastung und gelten als Frühform beziehungsweise Vorstufe des kutanen Plattenepithelkarzinoms. Sie zeigen sich meist als rötliche oder hautfarbene, rau tastbare Flecken mit fest haftender Schuppung. Besonders häufig treten sie an chronisch sonnenexponierten Hautstellen wie Gesicht, Kopfhaut, Ohren oder Handrücken auf [4].
Das Plattenepithelkarzinom, auch Spinaliom oder Stachelzellkarzinom genannt, entwickelt sich häufig aus einer aktinischen Keratose. Zu Beginn ähnelt es dieser oft stark. Im weiteren Verlauf können sich verhornte Knoten, feste Hautveränderungen oder Geschwüre bilden. Die betroffenen Stellen können bluten oder verkrusten [4].
Das Basalzellkarzinom ist die häufigste Form von Hautkrebs. Es entsteht meist an chronisch sonnenexponierten Hautarealen im Kopf- und Halsbereich. Typisch sind kleine, hautfarbene bis glänzende Knoten mit perlschnurartigem Rand. Daneben existieren Varianten, die eher als rötliche Flecken oder narbenähnliche Veränderungen erscheinen. Basalzellkarzinome wachsen in der Regel langsam und bilden nur sehr selten Metastasen. Unbehandelt können sie jedoch lokal tief in das umliegende Gewebe einwachsen. In fortgeschrittenen Stadien entstehen häufig Geschwüre, die nässen oder bluten können [3].
Merkelzellkarzinom: Symptome
Das Merkelzellkarzinom ist ein seltener, aber besonders aggressiver Hauttumor. Er tritt vor allem bei älteren Menschen sowie bei Personen mit geschwächtem Immunsystem auf [5].
Typisch sind rasch wachsende, meist schmerzlose Knoten oder Plaques mit rötlicher bis bläulich-violetter Färbung und glänzender Oberfläche. Sie entstehen bevorzugt an sonnenexponierten Hautarealen, insbesondere im Kopf-Hals-Bereich sowie an Armen und Beinen [5].
Breitet sich der Tumor auf Lymphknoten oder andere Organe aus, können zusätzliche Beschwerden auftreten, die von der jeweiligen Lokalisation der Metastasen abhängen [5].
Kutane Sarkome (Weichgewebesarkome, Weichteilsarkome): Symptome
Kutane Sarkome sind eine Gruppe unterschiedlicher Tumore, die ihren Ursprung im Binde- und Stützgewebe der Haut nehmen. Aus diesem Grund werden sie auch als Weichteilsarkome bezeichnet. Zu den häufigsten und klinisch relevantesten Sarkomen zählen [6]:
- das Dermatofibrosarcoma protuberans,
- das atypische Fibroxanthom,
- das undifferenzierte pleomorphe Sarkom,
- das Leiomyosarkom,
- das Angiosarkom
- und das Kaposi-Sarkom.
Die Erscheinungsformen dieser Tumoren sind sehr unterschiedlich. Verdächtig sind insbesondere neu auftretende oder zunehmende Knoten und Verhärtungen der Haut, die über Wochen oder Monate größer werden. Schmerzen können auftreten, fehlen jedoch häufig in frühen Stadien [6].