Im frühen Stadium verursacht Magenkrebs häufig keine Beschwerden. Treten Symptome auf, sind sie meist nicht eindeutig [1][3].
Ein einzelnes Symptom bedeutet deshalb nicht, dass Sie Magenkrebs haben. Achten Sie vor allem darauf, ob Beschwerden neu auftreten, über längere Zeit bestehen bleiben oder sich verstärken. Auch Veränderungen beim Essen oder ein ungewollter Gewichtsverlust sollten Sie ernst nehmen [1][2].
Diese Beschwerden können bei Magenkrebs auftreten
Magenkrebs kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Häufig betreffen die Beschwerden den Oberbauch, den Appetit oder die Verdauung. Wichtig: Keines der folgenden Symptome ist für sich allein ein Beweis für Magenkrebs [1][3].
Viele dieser Beschwerden haben harmlose oder gut behandelbare Ursachen. Bestimmte Symptome sollten dennoch zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Dazu gehören [1][2].
- anhaltende oder zunehmende Schmerzen im Oberbauch
- ungewöhnlich frühe Sättigung oder anhaltendes Völlegefühl
- länger anhaltende Appetitlosigkeit
- wiederholtes Erbrechen
- ungewollter Gewichtsverlust
- Schluckbeschwerden
- ausgeprägte Müdigkeit oder Schwäche
- Blut im Erbrochenen oder schwarzer, teerartiger Stuhl
- eine ungeklärte Blutarmut durch Eisenmangel
- ein ungeklärter Vitamin-B12-Mangel
Schmerzen und Druck im Oberbauch
Brennen, Druck oder Schmerzen im Oberbauch können bei Magenkrebs auftreten. Manche Menschen spüren die Beschwerden vor allem während oder nach dem Essen, bei anderen halten sie länger an [1][3].
Meist stecken andere Ursachen dahinter. Treten die Beschwerden jedoch immer wieder auf, werden stärker oder kommen Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust hinzu, sollten Sie mit Ärzt darüber sprechen [1][2].
Schon nach wenigen Bissen satt
Fühlen Sie sich bereits nach kleinen Portionen ungewöhnlich satt oder können Sie Mahlzeiten nicht mehr wie gewohnt aufessen, spricht man von einer frühen Sättigung. Auch ein häufiges Völlegefühl kann auftreten. Ist diese Veränderung neu und hält sie an, sollten Sie genauer hinschauen – besonders wenn Sie dadurch weniger essen oder ungewollt Gewicht verlieren [1][3].
Weniger Appetit, Übelkeit und Erbrechen
Anhaltende Appetitlosigkeit, häufige Übelkeit und wiederholtes Erbrechen können ebenfalls vorkommen. Dahinter können allerdings viele andere Ursachen stecken, etwa Infekte, Medikamente oder andere Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts [1][3].
Wenn Sie ohne Grund Gewicht verlieren
Ein deutlicher oder anhaltender Gewichtsverlust, ohne dass Sie Ihre Ernährung oder Bewegung bewusst verändert haben, sollte ärztlich abgeklärt werden. Gründe können unter anderem fehlender Appetit, frühe Sättigung oder anhaltende Übelkeit sein [1][3].
Wenn das Schlucken schwerfällt
Bei einem Tumor am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen können Schluckbeschwerden auftreten. Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass Nahrung stecken bleibt oder schlechter hinunterrutscht [1][3].
Müdigkeit und Anzeichen einer Blutung
Ungewöhnlich starke Müdigkeit, Schwäche, Blässe, Schwindel oder Kurzatmigkeit können auf eine Blutarmut hinweisen. Ein Eisenmangel kann unter anderem entstehen, wenn über längere Zeit unbemerkt Blut im Magen-Darm-Trakt verloren geht [2] [3].
Blut im Erbrochenen oder schwarzer, teerartiger Stuhl sind Warnzeichen für eine mögliche Blutung im oberen Magen-Darm-Trakt. Lassen Sie solche Beschwerden rasch medizinisch abklären. Bei stärkeren Blutungen, ausgeprägter Schwäche, Schwindel oder Kreislaufproblemen benötigen Sie sofort medizinische Hilfe [1][2].
Wann ärztlicher Rat wichtig ist
Warten Sie nicht zu lange ab, wenn Beschwerden über mehrere Wochen bestehen bleiben, immer wieder auftreten oder stärker werden. Das gilt besonders, wenn Sie ungewollt Gewicht verlieren, Probleme beim Schlucken haben oder wiederholt erbrechen [1][2].
Bei einem begründeten Verdacht ist die Magenspiegelung eine wichtige Untersuchung. Dabei führen Ärzt einen dünnen, biegsamen Schlauch mit einer kleinen Kamera über den Mund in den Magen. So können sie die Schleimhaut genau betrachten und bei auffälligen Stellen kleine Gewebeproben entnehmen [1][2].